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Geistertanz

 Hossein Anangangola    Ebenholz    Tansania


Geistertanz | Hossein Anangangola | Ebenholz

Monatsmiete: 50 €


zzgl. Versicherung und Transport.

Kontinent: Afrika

Größe (H × B × T): 170 cm × 35 cm × 20 cm

Entstehungsjahr: 1985

Exponatnummer: 00001

Es sind Flussgeister dargestellt, wie man anhand der Zähne sehen kann. Künstlerisch wertvoll.

Diese Skulptur ist ein eindrucksvolles Beispiel des Shetani-Stils, der sich seit den 1950er-Jahren in der modernen Makonde-Holzbildhauerei entwickelte. Der Begriff „Shetani" verweist auf Geisterwesen aus der mündlichen Überlieferung der Makonde, doch die künstlerische Darstellung ist weit mehr als eine Illustration traditioneller Vorstellungen: Sie verbindet lokale Kosmologien mit individueller künstlerischer Vision und reagiert zugleich auf die Erwartungen eines wachsenden Kunstmarktes um das Entstehungsjahr 1985.

Das Werk besticht durch seine vertikale, stark durchbrochene Komposition, in der zahlreiche menschliche und hybride Wesen ineinander verschlungen sind. Überproportionale Augen und deutlich ausgearbeitete Zahnpartien verleihen den Figuren eine intensive Präsenz. Die Negativräume – die Durchbrüche und Hohlformen – sind ebenso wichtig wie die massiven Partien: Sie erzeugen ein Spannungsverhältnis zwischen Substanz und Leere, zwischen Körper und Raum.

Die glatt polierte, tiefschwarz schimmernde Oberfläche unterstreicht die dynamische Formgebung. Manche Interpretationen deuten die verschlungenen Figuren als Bewegung im Wasser – eine Lesart, die an die im Bestandsdatensatz erwähnte Vorstellung von „Flussgeistern" anknüpft. Die vertikale Anordnung könnte dabei eine Reise zwischen verschiedenen Welten symbolisieren. Solche Deutungen bleiben jedoch offen: Das Werk lädt dazu ein, eigene Assoziationen zu entwickeln.

Hossein Anangangola gehört zu jener Generation von Makonde-Künstlern, die im urbanen Kontext Tansanias arbeiteten und zur internationalen Anerkennung der Makonde-Bildhauerei als eigenständige moderne Kunstform beitrugen. Seine Werke verbinden technisches Können mit einer expressiven, oft fantastisch anmutenden Formensprache.